DortmundApotheke.com

KielApotheke.com

Kategorie: Schülerprojekte

  • Schülerprojekt 2025

    Schülerprojekt 2025

    Carl Orff – Carmina Burana

    Präsentiert von den Musikklassen 5c und 7c des Tannenbusch-Gymnasiums

    Nicht nur im Musikunterricht und im Unterstufenchor der Schülerinnen und Schüler der Musikklassen 5c und 7c tönten die eingängigen Melodien der Ragazzi aus den Carmina Burana von Carl Orff durch die Flure des Tannenbusch-Gymnasiums. Die Kinder nahmen die Melodien aus Orffs Vertonungen, in denen die Liebe aus unterschiedlichsten Perspektiven besungen wird, auch mit in den Deutsch- und Mathematikunterricht, wo sie den erstaunten Lehrkräften ihre Passagen beim Reinkommen in den Raum oder Rausnehmen der Bücher ganz selbstverständlich vorsangen. Bereits im Oktober wurde mit den Proben für die Mitgestaltung der Konzerte des Philharmonischen Chors begonnen: Nicht nur der Text musste auswendig bei allen Sängerinnen und Sängern sitzen. Wenn auch Amors Liebespfeile erfahrungsgemäß ja nicht immer ins Schwarze treffen, behielt man dennoch bereits beim Einsingen stets das Ziel vor Augen, die a cappella-Einsätze in der ersten Nummer der Ragazzi, „Amor volat undique“, kopfig leicht, aber dennoch mit Bestimmtheit und einem leichten Augenzwinkern intonatorisch perfekt abzuliefern.

    Am Freitag, 14.11.2025, war es dann soweit. Nach erfolgreicher Generalprobe am Vortag gelang es den Kindern mühelos, ihr Programm mit großer Disziplin und viel Sangesfreude abzuliefern. Auch am Folgetag präsentierten sich die Kinder in Topform. Nicht nur der Chor, die Solisten, das Schlagwerk-Ensemble und der Dirigent ernteten donnernden Applaus. Auch die von der großartigen Musik der Carmina beseelten Schülerinnen und Schüler der Musikklassen 5c und 7c des Tannenbusch-Gymnasiums.

  • Schülerprojekt 2024

    Schülerprojekt 2024

    Musik und Demokratie – Wie passt das zueinander?

    Präsentiert von dem Musik Grundkurs der Q1 am

    Tannenbusch-Gymnasium Bonn

    Als uns vor ein paar Wochen unser Musiklehrer von einem Projekt des philharmonischen Chors erzählt hat, bei dem wir mitmachen, konnten auch wir uns erst einmal nichts darunter vorstellen. Was verbindet denn Musik und Demokratie? 
    Wir mussten uns selbst also zuerst überlegen, wie wir den Zuhörerinnen und Zuhörern erzählen sollen, dass Musik und Demokratie doch zusammen passt. 
    Und so haben wir begonnen zu überlegen, wo zwischen den beiden großen Themen Zusammenhänge sind. 
    Das Resultat aus den vielen Wochen Unterricht und unseren Überlegungen sind fünf verschiedene Präsentationen zu fünf Themen, die nicht unterschiedlicher sein können. Die Rolle von Musik und Demokratie im Sport, über die zeitliche Entwicklung im Rap, bis hin zur kulturellen Diversität in der Musik. Und doch vereint diese Themen mehr, als man vielleicht denkt.

    Musik als Protest gibt es schon seit sehr langer Zeit. Zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert gaben afroamerikanische Sklaven während der Sklaverei ihre Hoffnung zum größten Teil der Musik und Religion. Dies zeigte sich in den sogenannten “Spirituals”, dem Vorläufer von Gospel und Songs. Sie haben damit einerseits ihr Leid ausgedrückt und andererseits Fluchtpläne mit Geheimsprache verbreitet. 
    In der Präsentation “Musik als Protestform” werden wir Ihnen vorstellen , wie Musik als Protest funktioniert und was dies in einer Gesellschaft bewirkt.

    Songbeispiele zum Hören:

    Public Enemy – Fight The Power

    Sam Cooke – A Change Is Gonna Come

    CCR – Fortunate Son

    Gorillaz – Hallelujah Money

    Rap und 75 Jahre Grundgesetz haben auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun, doch wenn man sich das Thema genauer anschaut, gibt es dort viele Gemeinsamkeiten.
    In der nächsten Präsentation werden Sie zum Beispiel etwas über den sogenannten Conscious Rap erfahren, der unter anderem soziale Themen in den Blick nahm, wie Rassismus und soziale Ungerechtigkeit.
    Zusätzlich erfahren Sie etwas über moderne Rapbattles und Beef, mehr dazu in der folgenden Präsentation “Rap und Politik”.

    Songbeispiele zum Hören:

    Samy Deluxe – Weck mich auf

    Eminem – Rap God

    Bushido – Dark Knight

    Musikalisierung = Demokratisierung?

    05.06.2024 09:00 Uhr Tannenbusch – Gymnasium Musikraum 01

    Musik und Deutschlehrer Oliver Müllenbach nimmt die Abschlussvorträge seiner 10. Klasse zum Thema Musik und Demokratie ab. Die Schüler*innen hatten die Aufgabe der Frage nachzugehen, was Musik und Demokratie mit einander zu tun haben. 

    Aufgerufen zum Projekt wurde vom philharmonischen Chor Bonn. Das gemeinsames Ziel, die Aufführung des Erarbeiteten fand am 19.06 im alten Bundesrat Bonn statt.

    Wege der Demokratie

    Die Schülerinnen und Schüler der 10a haben in Präsentationen wichtige Artikel des Grundgesetzes vorgetragen und bedeutende Stationen / Ereignisse bis zum Inkrafttreten des Grundgesetzes in Form von Nachrichtenspots vorgetragen.

    Im Gespräch mit der Komponistin Helena Cánovas i Parés

    Die Komponistin Helena Cánovas i Parés zu ihrer Auftragskomposition Gleich laut, gleich leise.

    Helena, für einen Chor ist die Uraufführung eines Werkes immer sehr spannend, ganz besonders wenn es, wie in diesem Fall, extra für uns komponiert wurde. Was waren Deine ersten Gedanken, als Du von dem Auftrag erfahren hast, für das Thema „75 Jahre Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland“ ein Chorwerk zu schaffen?

    Um ehrlich zu sein, war ich anfangs völlig ratlos. Ich wusste nur wenig über die Geschichte des Grundgesetzes. Es ging also darum, sich dem Thema zu nähern, was ich als eine sehr schöne Herausforderung empfand. Ich bin auch nicht in Deutschland geboren und habe natürlich eine ganz andere Sichtweise auf bzw. Erfahrung mit dem Grundgesetz und seiner Entstehung.
    Aber ich habe von Anfang an versucht, eine Art Phantasie oder Poesie zu finden. Für mich war von Beginn an klar, dass ich mich nicht an etwas allzu Historisches oder Dokumentarisches halten wollte, sondern eine eigene musikalische Dramaturgie schaffen
    wollte.

    Wie bist Du konkret beim Komponieren vorgegangen? Hast Du erst einen passenden Text gesucht und ihn dann quasi vertont? Oder hast Du erst musikalische Ideen gesammelt?

    Heili Schwarz-Schütte, die Verfasserin des Textes, und ich haben schon zuvor zusammengearbeitet und haben auch einen bestimmten Ablauf, der vielleicht etwas
    ungewöhnlich aussieht. In diesem Fall haben wir komplett parallel gearbeitet, sodass es keinen Text gab, als ich mit dem Komponieren begann.
    Der erste Schritt im musikalischen Prozess war, am Klavier zu sitzen, Akkorde zu suchen und sie in meiner Stimme selbst zu finden. Glücklicherweise singe ich sehr oft und sehr gerne, auch in einem Chor, und das ist ein Glück, weil ich immer versuche, das, was ich für die Stimme schreibe, sofort selbst zu erleben. Gleichzeitig habe ich mir Gedanken über die Form des Stücks gemacht. Ich konnte mich mit Heili, aber auch mit dem Chorleiter Paul Krämer darüber austauschen, was auf
    meinem Schreibtisch passierte. Heili hat einen wunderbaren Text geschrieben, der dann an einem Punkt zu mir kam, an dem ich schon viel Musik geschaffen hatte. Aber den endgültigen Text zu integrieren war kein Problem, weil Heili meine musikalischen Gedanken schon kannte und hörte.

    Der Text von Heili Schwarz-Schütte wurde speziell für Deine Komposition geschrieben. Wir möchten gerne etwas zum Hintergrund erfahren.

    Für mich war es von Anfang an wichtig, mit jemandem zu arbeiten, der den Text für dieses Stück schreibt. Ich habe schon selbst Texte für meine eigenen Stücke geschrieben (sogar auf Deutsch!), jetzt aber wollte ich das Stück in Zusammenarbeit schreiben. Heili hat den größten Teil des Textes selbst geschrieben. Ich denke, es ist ein Text, der sehr stark versucht, eine Emotionalität zu treffen. Ein Text, den Heili auch direkt geschrieben hat, mit dem Wissen, dass er von einem Chor gesungen wird. Ich denke, der Text versucht, sehr
    ermutigend zu sein, aber auch Fragen zu stellen.
    In ihren Text hat Heili aber auch Zitate – die oft sehr fragmentarisch sind – aus dem Grundgesetz sowie aus zwei Reden von Konrad Adenauer, die er im Zusammenhang  mit der Entstehung des Grundgesetzes
    gehalten hat, integriert.

    Welche Besonderheiten hast Du in Deiner Komposition verarbeitet? Hast Du zum Beispiel beim Komponieren
    musikalische Traditionen mit einbezogen?

    Ich habe von Anfang an mit einer ganz einfachen formalen Idee gearbeitet, die lautete: Der Chor weiß nicht mehr, wie er zusammen singen soll, sondern er sucht nach einer neuen Art des gemeinsamen
    Singens. Aus diesem Impuls heraus habe ich verschiedene Momente entwickelt, die zunächst etwas schüchtern und statisch sind, in denen Bewegung gesucht wird. Fast am Ende des Stückes kommen wir zu einer Art Choral, der selbstverständlich auf der musikalischen Tradition basiert, aber natürlich mit meinen eigenen Harmonien. Die Form eines Chorals zu wählen, war in diesem Fall etwas sehr Intuitives, fast Natürliches, vor allem in Verbindung mit dem Thema.

    Der Chor wird bei dem Stück von zwei Pianisten begleitet und es gibt auch Solostimmen. Erläutere doch bitte kurz die verschiedenen musikalischen Rollen und das Zusammenspiel von Chorsängern, Solosängern und
    Pianisten.

    Die Klavierstimmen und die Solostimmen im Chor sind wichtige Elemente des Stücks. Zum einen spielen die beiden Pianisten immer sehr unterschiedliche Rollen: von der Begleitung über die Hauptperson bis hin zum Gegenspieler des Chores.
    Die Solostimmen begleiten den Prozess des wieder gemeinsamen Singens. Sie sind nicht als große Solostimmen gedacht, sondern eher fragmentarisch; so etwas wie kleine Steine, die nach und nach kommen und eine Mauer bilden. Unser Anliegen ist es, mit der Aufführung dieses Werkes die Zuhörenden aufzurütteln und ihnen die Botschaft mitzugeben, dass Freiheit, Menschenrechte und Demokratie stets aktiv verteidigt werden müssen, da diese nicht selbstverständlich sind und immer Gegner und Kritiker haben.

    Was hat Dich in diesem Zusammenhang beim
    Komponieren inspiriert, bewegt, herausgefordert oder gar verändert?

    Ich finde es immer wichtig, wenn ich ein neues Stück schreibe, dass es eine klare Botschaft hat. In diesem Fall würde ich mir wünschen, dass das Publikum das Stück nicht aus der Ferne hört, sondern dass es sich auch darin wiederfindet, dass es vielleicht ermutigt wird, zu sprechen, sich auszudrücken, aber dass es sich auch diesen Fragen stellt, die wir in dem Stück
    stellen. Meiner Meinung nach ist das Schlimmste in einer Gesellschaft das Schweigen, die Neutralität gegenüber den Problemen, die wir haben. Ich hoffe,
    dass dieses Stück viele Menschen dazu ermutigt, sich zu äußern.

    Über das Werk “Gleich laut gleich leise”

    23.04.2024_ 18:00 Uhr _ Tannenbusch Gymnasium Bonn.

    Gleich wird Helena Canova Pares die ersten Töne ihres eigenen Stückes gleich laut gleich leise hören. Geprobt wird es vom philharmonischen Chor Bonn. Wir haben die Komponistin gefragt, was Ihre Anregungen und Ideen hinter der Auftragskomposition gewesen sind. Anlässlich des 75. Jubiläumsjahres des Grundgesetzes wurde der Auftrag an die in Köln lebende Komponistin vergeben.

    Vita der Künstlerinnen und Künstler

    Helena Cánovas i Páres 

    geboren 1994 in Tona, Barcelona, ist eine freischaffende
    Komponistin. Sie absolvierte 2017 ihr Bachelorstudium in Komposition an der Musikhochschule von Aragón (Zaragoza). Derzeit lebt sie in Köln, wo sie die
    Masterstudiengänge „Instrumentale Komposition“ bei Prof. Markus Hechtle und „Komposition Elektronische Musik“ bei Prof. Michael Beil an der Hochschule für
    Musik und Tanz erfolgreich abgeschlossen hat. Ihre Kompositionen entstanden im
    Zusammenarbeit mit Ensembles wie Musikfabrik, FRAMES Percussion, Meitar Ensemble, Trio Vis-a-vis oder handwerk. Sie erhielt Kompositionsaufträge u. a.
    vom Acht Brücken Festival, Theater Bielefeld, Theater Bonn und Neue Musik.

    Helena Cánovas i Páres wurde bereits mehrfach ausgezeichnet: mit einem Stipendium
    für einen Künstleraufenthalt im „Etopia Centro de Arte y Tecnología“ in Zaragoza (2016/2017), dem Stipendium „Beca Artística Ciutat de Vic“ (2019), dem
    „D-bü“-Preis zusammen mit ihren Kolleg*innen vom ““Oops Kollektiv“ (2020), dem „Carmen Mateu Young Artist European Award“ der Fundació Castell de Peralada (2021) und mit der Förderung „Neustadt Kultur“ (2022). Zurzeit ist sie Stipendiatin der
    Akademie Musiktheater Heute (Jahrgang 2022–2024).

    Ihr Interesse an der Musikvermittlung hat zu weiteren spannenden Aufgaben geführt, vom Konservatoriumsunterricht in Spanien bis zu Kompositionsworkshops in Zusammenarbeit mit dem Beethoven Orchester Bonn. Seit 2019 ist Helena
    Cánovas i Páres zudem künstlerische Leiterin des Festivals „AvantGarten Liedberg“, und seit Ende 2022 arbeitet sie an der Deutschen Oper am Rhein in der Sparte „Junge Oper“.

    Chikako Miyado

    wurde 1994 in Hiroshima (Japan) geboren und begann bereits im Alter von vier Jahren mit dem Klavierspiel. Von 2002 bis 2007 wohnte sie in Düsseldorf und lernte Klavier bei Frau Ayako Koyama. Von 2013 bis 2017 studierte sie als Stipendiatin an der Tokyo College of Music in der Klaviersolisten-Klasse bei Prof. Kazuko Sumi und Herrn Motoi Kawashima. Sie nahm an Meisterkursen von Prof. Eliso Virsaladze, Prof. Andreas Frölich und Prof. Ronan O’Hora teil. Sie ist mehrfache Preisträgerin solcher Wettbewerbe wie dem Bundeswettbewerb „Jugend Musiziert“ (erste Preise als Solistin sowie im Klavierduo, 2005 und 2006), 17. Osaka International Music Competition (3. Preis, 2016) und 18. Japan Player’s Competition (Sonderpreis, 2016). 2018 wurde sie in die Masterklasse Prof. Fabio Bidini an der Hochschule für Musik und Tanz Köln aufgenommen, woran sie ihr Konzertexamen anschloss. Ergänzend dazu studiert sie dort seit 2020 Klavierkammermusik bei Prof. Anthony Spiri.

    Klavierduo Miyado & Olejak

    Denis Walter Olejak

    kam 1996 im schlesischen Rydultau (Polen) in einer deutschen Familie zur Welt. Er ist Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes, wurde in das von Yehudi Menuhin gegründete Programm „Live Music Now“ aufgenommen. Er ist Preisträger von Wettbewerben für Klavier, Kammermusik und Harmonielehre. Als Solist, Kammermusik- und Liedduopartner trat er in Deutschland, Frankreich, Italien, Griechenland, Polen und in der Schweiz auf. Er nahm verschiedene Rundfunk- und Fernsehproduktionen auf. Seit 2016 studierte er Klavier, Tonsatz, Hörerziehung und Instrumentalpädagogik bei Josef Anton Scherrer, Sheila Arnold und Johannes Schild an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln sowie bei Frank Zabel und Hans-Peter Reutter in Düsseldorf. Weitere Impulse erhielt er u. a. von Andreas Staier, Anthony Spiri, Bernd Goetzke, Manfred Aust und Bart van Oort. Zu seinen Kompositionen gehören u. a. die vierstimmige Tripelfuge für Klavier solo Fuga fracta (2018 bei Eichen Musikverlag erschienen), Aus Goethes Faust für gemischten Chor und Klavier – ein Auftragswerk der Chorakademie am Konzerthaus Dortmund (2019 im „Chorbuch Beethoven“ veröffentlicht) – sowie mehrere Bearbeitungen verschiedener Werke für Klavier zu vier Händen.

     

    Das Klavierduo wurde 2018 gegründet. Es erhielt u. a. das Stipendium der Werner  Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung und wurde in die Reihe „Best of NRW“ aufgenommen.

  • Schülerprojekt 2021

    Schülerprojekt 2021

    Projekttag Elias am Tannenbusch-Gymnasium Bonn

    Auf der Suche nach einer Idee – 120 000 Töne, zwölf Noten und ein Superheld

    So ungefähr ließe sich die biblische Geschichte des Helden Elias zusammenfassen. Der Bariton Daniel Ochoa und der Dirigent Paul Krämer erzählten sie sehr inspirierend vor den Musikklassen 8c und 9c in der vollbestuhlten Aula.

    Während der Konzertvorbereitungswoche für die Matinée in der Philharmonie am 26. September 2021 proben die drei veranstaltetenden Ensembles (Philharmonischer Chor Bonn, Kartäuser Kantorei Köln und Concerto con Anima) bei uns am Tabu. Am Freitag vor dem großen Auftritt nahmen sich der Interpret des Elias und der musikalische Leiter die Zeit, für eine konzertpädagogische Veranstaltung mit Musik.

    Ein zweiter Schwerpunkt des Seminars waren die Arbeitshaltung und der Arbeitsalltag eines Berufsmusikers. Dazu gehören nicht  nur das Studium der 120 000 Töne, die Felix Mendelssohn Bartholdy aus zwölf Noten für Orchester und Chor vorgesehen hat sondern auch die Suche nach der Idee, die das Wunderkind der Romantik damit verfolgte.

    Um Musik wie vor zweihundert Jahren zu machen, bedarf es einiges an Disziplin, bestätigt der Bariton Daniel Ochoa. Als freischaffender Künstler muss man sich selbst organisieren, ggf. viel reisen und darf nie denken, man könnte schon alles. Wie bei einem Trapezkünstler darf diese Selbstdisziplin und Ernsthaftigkeit auf der Bühne aber nicht zu sehen oder zu hören sein. Vielmehr soll es sich für den Zuhörer so anfühlen, als sei dem Sänger die Idee für die Gestaltung eines Motivs, einer Phrase oder einer Arie gerade im Moment des Vortrags gekommen.

    Sehr aufmerksam hörten die jungen Musiker:innen zu und stellten interessiert Fragen. Im Vergleich verbringen Berufsmusiker:innen übrigens ähnlich viel Zeit bei Proben wie Musikklassenschüler:innen in der Schule, insbesondere am Ensembletag.

    O.Müllenbach

    Kooperation mit dem Tannenbusch-Gymnasium

    Bereits beim Schülerprojekt „Genesis – die Schöpfung bewahren“ 2019 deutete sich an, dass das Tabu und der Philchor sich auf längere Sicht gegenseitig fruchtbar unterstützen könnten. So sangen u.a. Schülerinnen und Schüler des Unterstufenchors bei der Projektpräsentation aller teilnehmenden Schulen im großen Chor Teile aus Haydns „Schöpfung“ mit. Paul Krämer, Leiter des Chors, bot im Gegenzug einen Workshop für den Unterstufenchor an, in dem er Teile des Werks, aber auch das Leben eines Profimusikers zusammen mit einem Gesangssolisten  einer neugierigen Runde präsentierte und auf die zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler einging. 

    Gut zwei Jahre später -nach einer pandemiebedingten Pause- ist die Kooperation besiegelt und der PhilChor probt nun regelmäßig in der Aula des Tannenbusch-Gymnasiums. Auch bei der Vorbereitung des Oratoriums „Elias“, das am 26.09.2021 in der Kölner Philharmonie aufgeführt wurde, konnten die Klassen 8c und 9c in einem exclusiven Workshop mit Paul Krämer und Daniel Ochoa (Solist Elias) erneut Kontakt zu Profimusikern aufnehmen und sich von deren Musikalität und Vermittlungsfreude inspirieren lassen. Nicht zuletzt bot auch das für die Aufführung zusammengestellte Orchester die Gelegenheit, alte Instrumente hautnah kennenzulernen und die Unterschiede zum eigenen modern gebauten Instrument zu erfahren. 

    Wie schön, dass man nun beim Betreten des Foyers jeden Dienstag abend von den herrlichen Chorklängen aus der Aula umtönt wird und eines sofort klar wird: Hier ist Musik drin!

    H.Lückge, Koordination Musikzweig

  • Schülerprojekt 2020

    Schülerprojekt 2020

    Abschied

    Schülerprojekt abgesagt

    Laut der Vorgabe des Schulministeriums durften bis zum Ende des  Schuljahres keine externen Veranstaltungen mit SchülerInnen durchgeführt werden. Aus diesem Grund musste das Schülerprojekt leider komplett abgesagt werden.

    Wir hoffen, im nächsten Jahr ein neues und interessantes Schülerprojekt anbieten zu können.

    Bleiben Sie und bleibt Ihr alle gesund!

    Ute Poschenrieder

    Schülerprojekt des Philharmonischen Chores der Stadt Bonn zum Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart

    Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe Bereit zum Abschied sein und Neubeginne, Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern In andre, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.” (Hermann Hesse)

    Abschiede können ganz unterschiedlich ausfallen: Fröhlich, wenn es in die Sommerferien geht. Nicht enden wollend bei Verliebten. Brutal, wenn man aus seiner Heimat vertrieben wird. Tieftraurig, beim Tod eines Angehörigen. Zuversichtlich nach einer überwundenen Krise.

     

    In Mozarts Requiem erlebt der Zuhörer die menschlichen Gefühle zwischen Trauer und Zuversicht durch die Musik. Ausgangspunkte für verschieden Projekte an den Schulen könnten die Stücke “Dies Irae” (Zorn), “Lacrimosa” (Trauer) und “Hostias” (versöhnliches Gedenken) sein.

     

    Teilnehmende Schulen können sich dem Thema von verschiedenen Fachgebieten aus nähern. Begleitend finden Schulbesuche des Dirigenten und weiterer Musiker bzw. Sänger zum Austausch über die Ergebnisse der Schülerprojekte statt, bei denen auch live musiziert wird.

    Für Mai 2020 ist eine Abschlussveranstaltung in Bonn geplant.

     

    Innerhalb dieser Abendveranstaltung werden ausgewählte Ergebnisse präsentiert. Für Schulchöre bietet sich die Gelegenheit, mit dem Philharmonischen Chor der Stadt gemeinsam einige Stellen aus dem Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart zu singen.

     

    Sie möchten gerne mit Ihren Schülerinnen und Schülern am Schülerprojekt „Abschied“ teilnehmen? Dann melden Sie sich gerne bei uns unter schuelerprojekt@philchor.de

     

    Die Ansprechpartner für das Schülerprojekt sind Paul Krämer und Ute Poschenrieder.

     

  • Schülerprojekt 2019

    Schülerprojekt 2019

    Genesis – Die Schöpfung bewahren

    Die Bewahrung der Schöpfung wird im Rahmen des Schülerprojektes in Bezug zur „Schöpfung“ von Joseph Haydn gebracht.

     

    Teilnehmende Schulen bzw. Kurse haben sich der „Schöpfung“ von verschiedenen Fachgebieten aus genähert.
    Es wurde natürlich musiziert: Schulchöre erarbeiteten Auszüge aus der Schöpfung, um sie bei der Abschlussveranstaltung gemeinsam mit Orchester und erwachsenen Chorsängern aufzuführen.
    Die Schülerinnen und Schüler setzten die Musik aber auch kreativ in Bilder und Kunstwerke um, diskutierten über den Zustand der Schöpfung und setzten sich mit verschiedenen Facetten der Entstehung der Schöpfung auseinander.

     

    Bei der Abschlussveranstaltung am 18. Juni im Tannenbusch Gymnasium wurden alle Ergebnisse der Schulen im Zusammenhang gezeigt. Die Schulchöre standen zusammen mit Sängern des Philharmonischen Chores, dem Neuen Rheinischen Kammerorchester und den beiden Solisten Henning Jendritza und Frederik Schauhoff auf der Bühne.

     

    Schülerinnen und Schüler trugen ihre Ergebnisse zum Thema Chaos und Urknall vor, Bilder und Kunstobjekte wurden gezeigt und Christoph vom Carl-von-Ossietzky-Gymnasium hielt einen sehr anschaulichen Vortrag zum Thema Klimawandel.

     

    Nach dem gemeinsam gesungenen Chor „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“ ging es hinüber zur Ausstellung im Foyer des Tannenbusch Gymnasiums, wo man die vielfältigen Ergebnisse genauer betrachten konnte.

     

    Die Schulbesuche des Dirigenten fanden von März bis Mai in verschieden Schulen statt. Zusammen mit dem Sänger Frederik Schauhoff präsentierte unser Dirigent Paul Krämer Auszüge aus der Schöpfung und tauschte sich mit den Schülern über die Ergebnisse ihrer Arbeit aus.

     

    Beteiligte Schulen

    • Tannenbusch Gymnasium Bonn
    • Carl von Ossietzky Gymnasium Bonn
    • Rhein Gymnasium Sinzig
    • Sekundarschule Heimerzheim
    • Gesamtschule Hennef

    Ansprechpartner

    Paul Krämer und Ute Poschenrieder, erreichbar per Email unter schuelerprojekt@philchor.de

     

    Förderpartner

    Das Schülerprojekt 2019 wird gefördert von der Volksbank Köln Bonn eG, sowie der RheinEnergie Stiftung Kultur

    Volksbank Köln Bonn eG

    RheinEnergie Stiftung Kultur

    Projektarbeit

    Erster Besuch der Gesamtschule Hennef

    Am 26. März fand der erste Schulbesuch im Rahmen unseres Schülerprojekts in der Gesamtschule Hennef statt. Unser Chorleiter, Paul Krämer, hat sehr anschaulich in die Musik Haydns eingeführt und Frederik Schauhoff präsentierte sich als äußerst sympathischer Sänger. Ein rundherum gelungener Abend!

    Zweiter Projektbesuch

    Ein weiterer Schulbesuch fand am Dienstag, 28. Mai 2019 statt. Paul Krämer und Frederik Schauhoff waren an der Georg-von-Boeselager-Sekundarschule in Swisttal-Heimerzheim zu Gast. Dort präsentierten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 9 ihre zur Musik von Haydns “Schöpfung” gestalteten Kunstwerke. Der Chor der Jahrgangsstufe 5, welcher sich punktuell mit einem Chorstück aus der “Schöpfung” beschäftigt hatte, nahm ebenfalls teil. Bei den gemeinsamen Gesprächen ging es sowohl um die ästhetischen Beziehungen zwischen Kunst und Musik als auch um kritische Aspekte zu der Frage, wie die Menschheit aktuell mit der Natur und “ihrem” Planeten Erde umgeht.

    Mein Schulprojekt

    Danke an Matthias für die Erlaubnis, seine Schöpfung hier zeigen zu können!

    Haydn und der Urknall

    Während unser Universum immer weiter auseinanderdriftet, wird sich die Sonne irgendwann aufblähen und alle Planeten verschlucken, soweit der Physiklehrer Matthias Borchardt. Rund sechzig Schülerinnen und Schüler des Unterstufenschors sind am 28.05.19 in der fünften Stunde in die Aula des Tannenbusch Gymnasiums (TABU) gekommen, um Paul Krämer und dem Bassabriton Frederik Schauhoff von ihren Ergebnissen zu berichten. Die Schüler der Oberstufe durften ihren Unterricht jedoch nicht verpassen, weshalb Borchardt als Lehrer des Astronomiekurses in der Q1 am TABU die umfangreichen Plakate vorgestellt hat und dabei Fragen zum Anfang und Ende unserer Schöpfung beantwortete.

     

    Dass Haydn womöglich um die Ursuppe, deren spontane und schnelle Ausdehnung, die Isolierung von Teilchen und die Entstehung der Planeten wusste, zeigte Krämer später in der Vorstellung des Chaos, die aus einem einzelnen C schließlich ein harmonisches Geflecht entstehen lässt. Die Schüler des TABU beleuchten die Schöpfung außerdem noch unter religiösen, künstlerischen und philosophischen Gesichtspunkten, indem sie die einzelnen Schöpfungstage in Schaubildern umsetzen, mittels Frottagetechnik Tiere und Fantasietiere erschaffen und sich poetisch mit Traumwelten auseinandergesetzt haben.

     

    In der 5C haben sich die Kinder außerdem die Frage gestellt, wie die Welt eigentlich aussehen soll, in der sie in 20 Jahren einmal leben wollen, z.B. ohne Autos, bloß, wie lange dauert es wohl, das ganze Metall und Plastik und Gummi zu vernichten oder zu recyclen, wenn wir morgen alle Autos abschaffen und wohin mit den rostigen Wracks am Straßenrand?

     

    Projektbesuch am Rhein-Gymnasium Sinzig

    Der Schulbesuch fand am Mittwoch, den 15. Mai 2019 statt. Paul Krämer leitete hier eine Probe des Mittel- und Oberstufenchors. Im Vorfeld wurden zwei Auszüge aus der „Schöpfung“ einstudiert, an welchen auch in dieser Probe gearbeitet wurde. Es ging aber auch um andere Dinge, wie z.B. weitere musikalische Aktivitäten der Schüler. Außerdem erklärte Paul Krämer anschaulich den Kontext der gesungenen Auszüge und gab einen groben Überblick über das Gesamtwerk.

     

    Aus dem fünften Schuljahr des Rheingymnasiums gab es künstlerische Ergebnisse in Form von Kirchenfenstern. Die Schülerinnen und Schüler besprachen zunächst im Fach Religion den Aufbau der Genesis und setzten dann ihre eigenen Vorstellungen dazu kreativ um.

     

    Abschlusspräsentation

    Bei der großen gemeinsamen Abschlussveranstaltung am 18. Juni 2019 im Tannenbusch Gymnasium wurden alle Ergebnisse der Schulen im Zusammenhang präsentiert, alle Schülerarbeiten in einer Ausstellung im Foyer gezeigt. Ein Höhepunkt für viele Schülerinnen und Schüler war, gemeinsam mit Mitgliedern des Philharmonischen Chores Bonn, Solisten (Frederik Schauhoff und Henning Jendritza) und einem Profi-Orchester (Neues Rheinisches Kammerorchester) unter der Leitung von Paul Krämer einstudierte Chorsätze aus Haydns Schöpfung vor Publikum aufzuführen. Bei einem kleinen Umtrunk im Anschluss kamen Beteiligte und Besucher noch miteinander ins Gespräch. An diesem Abend fühlten sich die Schülerinnen und Schüler nicht nur als Teil einer großen Schulgemeinde, die sich gemeinsam mit dem hochaktuellen Thema „Die Schöpfung bewahren“ auseinandergesetzt hat. Nein, sie wurden auch von den Besuchern als Teil lebendiger Musikkultur gewürdigt. Die Freude und der Stolz über ein interessantes, vielseitiges und erfolgreich abgeschlossenes Schülerprojekt waren an diesem Abend allen Beteiligten sichtbar anzumerken.

     

    Pressestimmen

    Vom Urknall bis zum Recycling

    von aed

    Schüler und Musiker beschäftigen sich in einem Gesprächskonzert mit Haydns Schöpfung. Mit Bildern, Musik und Texten wurde in der Georg-von-Boeselager-Schule jetzt ein Thema umgesetzt, das der Generation Greta Thunberg auf den Nägeln brennt.

    zum General-Anzeiger Artikel vom 08. Juni 2019

    Im Zeichen der Schöpfung

    von Marie-Theres Demmer

    Schüler in Hennef entwickeln Projekte zum Thema “Genesis”. Wie lief die Schöpfung ab? Und was ist eigentlich Chaos? Schülerprojekt der Gesamtschule Meiersheide

    zum General-Anzeiger Artikel vom 28. März 2019

  • Schülerprojekt 2015/16

    Schülerprojekt 2015/16

    Leonard Bernstein: MASS

    Ein großer Lehrer ist einer, der aus seinen Schülern Funken herausschlagen kann, Funken, an denen ihr Enthusiasmus für Musik schließlich Feuer fängt.” (Leonard Bernstein)

    Bach-Verein Köln und Philharmonischer Chor Bonn veranstalten im Vorfeld der Aufführung von Leonard Bernsteins MASS am 10. Mai 2016 in der Kölner Philharmonie erneut ein breit gefächertes Schülerprojekt. Es bietet thematisch für Schülerinnen und Schüler (SuS) unterschiedlicher Altersgruppen von 8 bis 18 Jahren verschiedene Ansatzpunkte. Im Zentrum von Bernsteins Komposition stehen nicht nur persönliche Glaubenskrisen, sondern auch die grundsätzliche Frage von Autoritätskritik und die Frage nach der Notwendigkeit von Religion und ihren Ritualen. Sie spiegeln die gesellschaftlichen Verwerfungen in den USA zum Entstehungszeitpunkt von MASS wider (Rassenunruhen, Vietnamkrieg, Antikriegsbewegung u.a.). Die in den Sechziger Jahren sehr lebendige amerikanische Pop-Kultur hat gleichfalls ihre Spuren in dem Werk hinterlassen.

    Die Kölner Aufführung von MASS wird, Bernsteins Werkkonzept folgend, mit szenischen Andeutungen arbeiten. Martin Füg, Regisseur der Aufführung, plant im Rahmen der Aufführung am 10. Mai 2016 in der Kölner Philharmonie Projektionen von Textcollagen, die aus zweistündigen Workshops im Religions- und Philosophieunterricht an den teilnehmenden Schulen hervorgehen sollen. Thema sind hierbei aktuelle Antworten auf Bernsteins Fragen nach Glauben und Religion. Der Regisseur kommt auf Einladung in den Unterricht, stellt das Konzept der Aufführung vor, erarbeitet mit den Schülerinnen und Schülern Textmaterial für die Projektionen und steht darüber hinaus für Fragen zum Werk zur Verfügung.

     

    Während sich ein musikalisches Schülerprojekt insbesondere der Einstudierung der anspruchsvollen Partie des Jugendchors in MASS widmen wird, hat das außermusikalische Begleitprogramm angesichts der oben skizzierten komplexen Thematik vor allem die Jahrgänge 11 und 12 im Blick und richtet sich vornehmlich an die Fächer

    • Religion (KR und ER) / Philosophie
    • Geschichte
    • Englisch
    • Kunst
    • Literatur.

    Gedacht ist an projektartigen, produktorientierten Unterricht der Jahrgänge 11 und 12 im 2. Halbjahr des Schuljahrs 2015/16. Für die Präsentation eigener Unterrichtsergebnisse sind spezielle Veranstaltungen an den teilnehmenden Schulen vorgesehen. Diese stehen in enger Verbindung mit Werkeinführungen und Proben- bzw. Konzertbesuch für die Schülerinnen und Schüler.

    Interessierten Lehrerinnen und Lehrern übersenden wir gern ein ausführliches Konzept mit zahlreichen Anregungen, die kompatibel sind mit vom Schulministerium veröffentlichten Beispielen für Unterrichtseinheiten der Jahrgänge 11 und 12 in den angegebenen Fächern. Zahlreiche Materialien stehen dazu demnächst als herunterladbare Dateien in einem passwordgeschützten Bereich auf der Website des Bach-Vereins Köln bereit. Dazu gehören eine Linkliste, das Libretto des Werks mit einer deutschen Übersetzung, weiterführende Texte und Bildmaterialien, die im Unterricht verwendet werden können.

    Das pädagogische Konzept des fächerübergreifenden Schülerprojekts wurde von Eva de Voss entwickelt. Weitere Infos und Anmeldung per Mail bis zum 1. Dezember 2015 bei schuelerprojekt@philchor.de.

    Beteiligte Schulen

    • Elisabeth-Selbert-Gesamtschule Bonn-Bad Godesberg (ESG): Dienstag, 12. April 2016, 10.45 Uhr Schülerprojektpräsentation in der Aula
    • Friedrich-Wilhelm-Gymnasium Köln (FWG): Donnerstag, 28. April 2016, 19 Uhr öffentliche Werkeinführung in der Aula
    • Tannenbusch-Gymnasium Bonn
    • Ursulinum Hersel, Bornheim
    • Gymnasium Rodenkirchen
    • Hansa-Gymnasium Köln
    • Albertus-Magnus-Gymnasium Köln
    • GGS Geilenkirchener Straße Köln-Braunsfeld
    • Bertha-von-Suttner-Gymnasium Andernach
    • Europaschule Kerpen

    Am Schülerprojekt 2016 beteiligte Lehrerinnen und Lehrer können zusätzliche Dateien für den Unterricht herunterladen.

    Das Schülerprojekt 2016 wird gefördert von der RheinEnergieStiftung Kultur.

     

    Projektarbeit

    Der Kunstkurs der Jahrgangsstufe 12 der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule befasst sich im Rahmen einer Unterrichteinheit zum Thema “Porträt” mit den Abbildungen von Prominenten aus Politik und Pop-Kultur zur Zeit der Entstehung von MASS. Die fertigen Exponate sollen eine Art Kulisse für die Schülerpräsentation in der Aula am 12.4.2016 bilden.

    Beteiligt am außermusikalischen Begleitprogramm zu dem Konzert in der Kölner Philharmonie sind an diesem Tag neben dem Grundkurs Kunst auch noch die Fächer Literatur, Englisch, Musik und Religion der Jahrgangsstufen 11 und 12 mit eigenen Projektarbeiten.

     

    Abschlusspräsentation

    Fotos vom erfolgreichen Abschluss des Schülerprojekts an der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule Bonn am 12. April 2016

  • Schülerprojekt 2014

    Schülerprojekt 2014

    Benjamin Britten: Saint Nicolas

    Benjamin Britten war bekanntlich sehr daran interessiert, Kindern und Jugendlichen einen Zugang zu anspruchsvoller Musik zu ebnen. Zahlreiche musikpädagogische Arbeiten aus seiner Feder zeugen davon. Zu diesen Werken gehört auch seine Kantate über das Leben des heiligen Nikolaus aus dem Jahr 1948, in der ein Kinderchor eine maßgebliche Rolle spielt.

    Der Philharmonische Chor der Stadt Bonn und der Chor des Bachvereins Köln werden dieses Werk in der Weihnachtszeit 2014 gemeinsam aufführen. An der musikalischen Gestaltung der Kantate ist neben dem Kinder- und Jugendchor der Lukaskirche ein von Thomas Neuhoff zusammengestellter Chor, bestehend aus Kölner und Bonner SchülerInnen, beteiligt. Diese hatten durchweg noch keinerlei Kontakt zu vergleichbarer Musik, entstammen also genau der Gruppe von Jugendlichen, an die sich auch Britten mit seinen musikpädagogischen Ambitionen wandte. Die Kinder werden von ihren MusiklehrerInnen in Zusammenarbeit mit Thomas Neuhoff stimmlich geschult und auf die Mitwirkung an der Aufführung vorbereitet.

    Die Kantate erzählt in acht Einheiten die Vita des heiligen Nikolaus in englischer Sprache, sie schildert seine zahlreichen Wunder und seine Zwiesprache mit Gott. Zum besseren Verständnis der Zuhörer sollen den musikalischen Einheiten kurze inhaltliche Einführungen vorausgehen, einige besonders spektakuläre Wundertaten des Heiligen werden zu diesem Zweck auch in Dialoge und Pantomime umgesetzt. Eine 7. Klasse der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule in Bad Godesberg übernimmt diesen Part. Sie wird sich im Unterricht mit dem Text der Kantate auseinandersetzen und daran anknüpfend eigene Lösungen finden, das Publikum durch das musikalische Programm zu leiten. Nikolaus von Myra war katholischer Bischof in Kleinasien, auf dem Gebiet der heutigen Türkei; seiner Mildtätigkeit wegen genießt er auch im Islam hohe Anerkennung. So werden türkische Sprachelemente, erarbeitet von SchülerInnen mit türkischem Migrationshintergrund, bei diesen Aktionen einen besonderen Akzent setzen.

    Zusätzlich zu den konzertbegleitenden Sequenzen entstehen in der Klasse kreative Arbeiten zum Leben des heiligen Nikolaus im Deutsch- und Kunstunterricht. Sie werden Gegenstand einer eigenen Schülerpräsentation und Werkeinführung in der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule sein. Hierbei wirkt natürlich auch der Kinderchor mit, dem auch SchülerInnen der Chor-AG an der Gesamtschule angehören.

    Eva de Voss

    Konzerttermine

    Samstag, 6. Dezember 2014, 17 Uhr, Lukaskirche Bonn
    Sonntag, 7. Dezember 2014, 17 Uhr, Trinitatiskirche Köln

    Werkeinführung und Präsentation von Schülerarbeiten

    Freitag, 5. Dezember 2014, 11 Uhr, Elisabeth-Selbert-Gesamtschule, Bonn-Bad Godesberg

    Projektförderung

    C + G Hausch Stiftung

  • Schülerprojekt 2013

    Schülerprojekt 2013

    Meeresstille und Glückliche Fahrt

    Im Umkreis des Konzertes am 16.12.2013 mit der Beethovenkantate „Meeresstille und Glückliche Fahrt“ von Ludwig van Beethoven nach Texten von J.W. von Goethe führte der Philharmonische Chor ein Schülerprojekt im 6. Jahrgang der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule durch.


    Hauptbestandteil war eine Präsentation, die aus einer Zusammenarbeit der Fächer Deutsch, Musik und Sport erwachsen ist: Die Schülerinnen und Schüler ließen sich von Goethes kontrastiven Erlebnissen während der Überfahrt von Sizilien zum italienischen Festland inspirieren zu eigenen Texten, eigenen Klängen und pantomimisch-tänzerischen Aktionen. Gerade bei diesen ergab sich ein enger Bezug zu Beethovens Musik. Beethovens Komposition war auch Gegenstand des Musikunterrichts, besonders vorbereitete SängerInnen konnten sogar zusammen mit dem Philharmonischen Chor an der Aufführung teilnehmen. Denn in der Schule gibt es seit über einem Jahr musikalisch zunehmend sicherer werdende Kinder, die seit der Mitwirkung bei der „Johannes-Passion“ im Frühjahr 2012 und der „Cantate de Noel“ von A. Honegger am 18.12.12 in der Kölner Philharmonie mit Freude und Engagement ihre Chorproben besuchen.

     

    Die Projektarbeit wurde abgerundet durch den Besuch aller am Projekt beteiligten Schülerinnen und Schüler des 6. Jahrgangs in der Beethovenhalle während der Generalprobe des Stücks, wo sie nicht nur den Philharmonischen Chor und ihre MitschülerInnen auf der Bühne erlebten, sondern auch den MusikerInnen des Beethoven-Orchesters bei der Arbeit zusehen konnten. Die Präsentation der Schülerprojektergebnisse fand am Freitag 13. Dezember 2013 um 11 Uhr in der Aula der ESG statt.

     

    Eva de Voss

    Fotos

    Probenarbeit

    Die Klasse 6c der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule probt die szenische Rezitation von Goethes Gedicht “Meeresstille”

    Projektpräsentation

    Die Klasse 6c der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule tanzt zur Musik vom zweiten Teil von Beethovens Chorkantate: “Glückliche Fahrt”

    Pressestimmen

    Jugendliche und Philharmonischer Chor Bonn erarbeiten ein Projekt zu Beethovenkantate

    Von Kerstin Stünkel

    Von Beethoven über Goethe hin zu Eigenkompositionen und tänzerischen Einlagen – Die Schüler der Klasse 6c der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule haben gemeinsam mit dem Philharmonischen Chor Bonn und dem Schülerchor ein Projekt zur Beethovenkantate “Meeresstille und Glückliche Fahrt” einstudiert. Die Schulfächer Deutsch, Musik und Sport sind in diesem Projekt zusammengeführt. Am Freitag, 13. Dezember, werden die Schüler ihr Projekt im 11 Uhr in der Aula vorstellen.

    Philharmonischer Chor der Stadt Bonn: Schülerprojekt mit Ludwig van Beethovens „Meeresstille und Glückliche Fahrt“ – Fächerübergreifende Auseinandersetzung mit Text und Musik

    Von Eva de Voss

  • Schülerprojekt 2012

    Schülerprojekt 2012

    Une cantate de Noel

    Bach-Verein Köln und Philharmonischer Chor der Stadt Bonn ermöglichen erstmals Kindern und Jugendlichen aller Schulformen im Rahmen der traditionsreichen Abo-Reihe “Kölner Chorkonzerte” des Netzwerks Kölner Chöre die aktive Mitwirkung an einem Werk des 20. Jahrhunderts.

    Als junger Sänger einmal auf der Bühne der Kölner Philharmonie stehen, wo schon zahllosen bedeutenden Weltstars der Musikszene applaudiert wurde, gemeinsammit echten Profis proben, schließlich vor einem beeindruckenden Auditorium ein groß besetztes Musikstück aufführen und so einmal in die faszinierende Welt des Live-Musizierens eintauchen: Für viele Schülerinnen und Schüler ist das in unseren Tagen – ganz ohne Playback oder In-Ear-Kopfhörer – kaum mehr vorstellbar … und vielleicht ja ein heimlicher Traum, in jedem Fall aber eine einzigartige Erfahrung!


    Das Netzwerk Kölner Chöre macht dies nun in Zusammenarbeit mit dem Bach-Verein Köln und dem Philharmonischen Chor der Stadt Bonn 2012 für Kinder und Jugendliche aus dem Köln-Bonner Raum erstmals möglich. Deren Künstlerischer Leiter Thomas Neuhoff hat für die Aufführung von Arthur Honeggers 1953 vollendeten “Une Cantate de Noël” (“Weihnachtskantate”) während der vergangenen Monate einen Projektchor von rund 120 jungen Sängerinnen und Sängern zusammengestellt. Dieser wird gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendchor der Ev. Lukaskirche Bonn, dem Chor des Bach-Vereins Köln, dem Philharmonischen Chor Bonn sowie dem international renommierten Gürzenich-Orchester dieses moderne Weihnachtsoratorium am 18. Dezember 2012 um 20 Uhr vor rund 1500 Zuhörern zur Aufführung bringen werden.

    Mit diesem im Auftrag des Netzwerks Kölner Chöre durchgeführten Pilotprojekt soll – bei entsprechender Resonanz– die Konstituierung einer neuen Arbeitsgruppe “Schulprojekte” sowie im Nachgang von dieser zu entwickelnde Folgeprojekte angestoßen werden, deren langfristiges Ziel die kontinuierliche Einbindung von Schulen ist. Damit will die freie Szeneeiner aus Sicht von Psychologen und Soziologen Besorgnis erregenden Entwicklung unserer Gesellschaft entgegenwirken, in der die intensive aktive Auseinandersetzung mit (klassischer) Musik im Allgemeinen und der Musikunterricht im Besonderen zunehmend vernachlässigt werden. Dabei gilt es mittlerweile als wissenschaftlich erwiesen, dass die intensive Beschäftigung mit Musik das Sozialverhalten verbessert, den IQ-Wert erhöht, Konzentrationsschwächen kompensiert und schulische Leistungsfähigkeit steigert.

     

    Wer

    In dieses Projekt sollen Kinder und Jugendliche aller Schulformen eingebunden werden. Ob Grundschule, Haupt- oder Realschule, Gymnasium oder Musikschule: Eine Teilnahme ist für die unterschiedlichsten Gesangsgruppen möglich. Damit sind auch Schülerinnen und Schüler aus bildungsfernen Schichten eingeladen, in eine für sie gänzlich neue Welt einzutauchen und gemeinsam mit Kindern zu musizieren, die schon von Hause aus Berührungspunkte mit klassischer Musik haben. Projektleiter Thomas Neuhoff stattet den beteiligten Schulen bzw. den z.T. eigens für dieses Projekt ins Leben gerufenen Schulchören regelmäßig Besuche ab, um mit Schülern und Lehrern zu arbeiten sowie den Lehrkräften Anleitungen für das selbstständige Erarbeiten dieses Projekts mit auf den Weg zu geben.

    Weiteres Ziel ist es, ein “neues” Publikum für diese Art von Musik zu gewinnen, d.h. Zuhörer (z.B. Eltern und Freunde der mitwirkenden Schülerinnen und Schüler) in die Kölner Philharmonie zu locken, die sonst niemals ein solches Konzert besuchen würden.

    Mit Thomas Neuhoff konnte das Netzwerk Kölner Chöre für dieses Pilotprojekt einen Experten auf dem Gebiet der musikalischen Nachwuchsförderung gewinnen. Bereits seit mehreren Jahren entwickelt der Bonner Dirigent und Kirchenmusiker Schülerprojekte, die sich großer Resonanz erfreuen. Kinderopern von Benjamin Britten (“Noah und die Flut”) und Hans Krása (“Brundibár”) wurden in mehr als 30 Aufführungen von Schülern für Schüler gespielt, nach der Uraufführung von David Grahams Jugendoper “Die Mädchen aus Theresienstadt” im Jahr 2010 wurden Neuhoff und sein Jugendchor zu einem Gastspiel nach Berlin eingeladen.

     

    Teilnehmende Schulen

    Mathilde-von-Mevissen-Grundschule (Köln-Nippes)
    Musiklehrer Reinhold Ide hat die rund 30 Kinder, die bisher ausschließlich Kölsche Lieder gesungen haben, erstmals auch für ein Klassik-Projekt begeistern können. Die Schülerinnen und Schüler erhalten bei den gemeinsamen Proben mit Thomas Neuhoff auch Stimmbildung und lernen auf besondere Weise, mit ihrem Körper umzugehen.

    Gemeinschafts-Hauptschule Niederpleis
    Der Schulchor wurde eigens mit der Perspektive gegründet, bei diesem außergewöhnlichen Weihnachtskonzert dabei zu sein. Sein Leiter ist der Lehramtsstudent Björn Voskuhl. Die 20 Jugendlichen, die bisher hauptsächlich Pop-Musik konsumiert haben, repräsentieren unterschiedlichste Nationalitäten, was dem internationalen Weihnachtslieder-Quodlibet in der Weihnachtskantate von Honegger entspricht.

    Elisabeth-Selbert-Gesamtschule Bonn
    Mit Andreas Tiggemann hat Thomas Neuhoff einen sehr engagierten Musiklehrer an seiner Seite. Er hat es sich zur Aufgabe gestellt, mit seinen Schülerinnen und Schülern erstmals mehrstimmig zu singen, was sich als intellektuell sehr anspruchsvoll erweist.

    Gymnasium Rodenkirchen
    Musiklehrer Oliver Müllenbach hat sich ebenfalls das mehrstimmige Singen zum Schwerpunkt gesetzt. Der Musikpädagoge arbeitet dabei mit rund 30 Choristinnen und Choristen.

    Gymnasium Nonnenwerth
    Erst zwei der insgesamt 20 an diesem Projekt beteiligten Mädchen und Jungen kennen den Konzertsaal der Philharmonie. Für sie wird es besonders aufregend sein, mit einem Chor und Orchester dieser Dimension zusammen zu musizieren. Musiklehrerin Sabina Büscj bereitet die Jugendlichen zusammen mit Thomas Neuhoff auf dieses spannende Event vor.

    Europaschule Kerpen
    Musiklehrerin Ulrike Wolff-Metternich, selbst Mitsängerin im Chor des Bach-Vereins Köln, hat sich kurzfristig entschlossen, mit ihrem im Aufbau befindlichen Schulchor an diesem ambitionierten Projekt mitzuwirken.

    Kinder- und Jugendchor der Lukaskirche Bonn
    Der von Thomas Neuhoff geleitete Kinder- und Jugendchor der Lukaskirche Bonn, der regelmäßig Konzerte von hohem musikalischen Anspruch bestreitet, bildet das Gerüst für die überwiegend unerfahrenen anderen Schulchöre.

    Was

    Auf dem Programm steht Arthur Honeggers rund 30-minütige “Une Cantate de Noël”. Diese Weihnachtskantate stellt als letztes Werk des französisch-schweizerischen Komponisten so etwas wie dessen musikalisches Vermächtnis dar. Die darin enthaltene Kinderchorpartie ist mit einem Umfang von ca. 10 Minuten recht überschaubar, verlangt jedoch mehrstimmiges Singen und hohe Sopranstimmen (zeitweise bis zum hohen a”), die u.a. ein Medley von internationalen Weihnachtsliedern (“Es ist ein Ros entsprungen”, “O du Fröhliche”, “Vom Himmel hoch, ihr Englein kommt”) zu singen haben. Der Kinderchor steht dabei im Zentrum des Geschehens, gleichsam eingebettet zwischen Orchester und Erwachsenenchor und somit zwischen Spitzenkräften der Kölner Musikszene – sicherlich für manch einen Jugendlichen ein einzigartiges (Klang)Erlebnis von nachhaltiger Wirkung.

    Wann

    Zahlreiche gemeinsame Proben mit dem Erwachsenenchor bzw. dem Gürzenich-Orchester sind für dieses Projekt anberaumt. Am 29.11., 6.12. und 13.12.2012 (jeweils donnerstags) werden erstmals alle Teilnehmer des Kinderprojektchors “Weihnachtskantate” im Kölner Humboldt-Gymnasium gemeinsam proben (Ort: Humboldt-Gymnasium Kartäuserwall 40, Musikraum A 307, oberste Etage im Hauptgebäude jeweils 18-20 Uhr). Am 27.11., 4.12. und 11.12. (jeweils dienstags) finden gemeinsame Proben im Gemeindesaal der Lukaskirche Bonn (Kaiser-Karl-Ring 25, 53111 Bonn, jeweils 18-20 Uhr) statt.

    Eine Orchesterprobe steht dann für den 15.12. (Ort: Kölner Philharmonie, 10 Uhr) sowie die Generalprobe am 17.12. (Ort: Kölner Philharmonie, 19 Uhr) an. Der Auftritt des Projektchors „Une Cantate de Noël“ selbst erfolgt am 18. Dezember 2012 in der zweiten Hälfte des um 20 Uhr beginnenden Konzerts, also voraussichtlich gegen 21 Uhr.

     

    Zusätzlich pädagogisch aufbereitet wird dieses Projekt mit Begleitveranstaltungen zum Konzert:

    Einführungsveranstaltungen

    Sonntag, 2. Dezember (1. Advent) um 16 Uhr

    Lukaskirche Bonn (Kaiser-Karl-Ring 25, 53111 Bonn)

    Offenes Weihnachtslieder-Singen
    Der Kinder-und Jugendchor der Lukaskirche Bonn, Mitglieder des Philharmonischen Chores Bonn und Instrumentalisten laden das Publikum zum vielstimmigen Gesang ein und geben einen Vorgeschmack auf die zahlreichen internationalen Weihnachtslieder und Kinderstimmen in Honeggers “Weihnachtskantate”.
    Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei!

    Freitag, 14. Dezember 2012 um 19 Uhr
    Trinitatiskirche Köln (Filzengraben 6, 50676 Köln)
    in Kooperation mit der Melanchthon-Akademie Köln

    “Mene Tekel Upharsin – Gewogen und für zu leicht befunden”
    Musikalisch-theologische Einführungsveranstaltung zu “Belshazzar’s Feast” von William Walton und “Une Cantate de Noël” von Arthur Honegger mit dem Theologen Martin Bock, Mitgliedern der beteiligten Chöre und Thomas Neuhoff
    Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei!

    Pressestimmen

    Englein atmen erst nach Israel

    Am 18. Dezember ist die Kölner Philharmonie ausverkauft. Sechs Tage vor Heiligabend singen 140 Kinderstimmen mit dem Philharmonischen Chor Bonn und dem Kölner Bach-Verein. Wie es dazu kam.

    Aufregendes Chorstück – Über 130 Kölner und Bonner Schüler singen in der Philharmonie

    Toll gemacht, kann man da nur sagen. Über 130 Schülerinnen und Schüler aus der Region hatten sich in einem Projektchor auf Arthur Honeggers Weihnachtskantate “Une Cantate de Noël” vorbereitet.

    Langsam, aber genial

    Vor “Belshazzar’s Feast”: Thomas Neuhoffs Walton-Porträt im Schumannhaus

    Festliches Konzert mit der “Cantate de Noël”

    Der Philharmonische Chor tritt gemeinsam mit Schülern aus Bonn und der Region in der Kölner Philharmonie auf

  • Schülerprojekt 2012

    Schülerprojekt 2012

    Pierrot, der Mondsüchtige:
    Luft von anderem Planeten

    Schülerprojekt 2012 des Philharmonischen Chores der Stadt Bonn in Verbindung mit einem Portrait-Konzert ARNOLD SCHÖNBERG

    Konzeption

    Eva de Voss und Thomas Neuhoff
    In Zusammenarbeit mit Géza Melczer-Lukács

    Anlässlich des 100. Jahrestages der Uraufführung von Schönbergs PIERROT LUNAIRE verbindet der Philharmonische Chor ein pädagogisches Projekt mit einem ambitionierten Konzertprogramm, das den Weg des Komponisten von der Spätromantik über die freie Atonalität zur Zwölftontechnik aufzeigt.
    Das bereits 8. Schülerprojekt des Philharmonischen Chores strebt dabei Fächer übergreifend eine Verbindung von Musik, Literatur, Pantomime, Schauspiel, Bühnenbild-Bau und Rezeption bildender Kunst an, analog zu Schönbergs Mehrfachbegabung als Komponist, Maler und Schriftsteller.

     

    Die Inhalte und Schwerpunkte der 4 Workshops

    Pantomime

    Der Workshop PANTOMIME für die Jahrgangsstufe 9 an der Sekundarschule Wachtberg wird ab Juli von dem Regisseur und Theaterpädagogen Géza Melczer-Lukács geleitet. Koordinatorin ist die stellvertretende Schulleiterin Lioba Moor. Die Jugendlichen lernen elementare Grundlagen dieser besonderen Ausdrucksform und stellen sich in ihrer Abschlusspräsentation dem Schüler-Publikum in der Aula der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule vor (26.10.). Besonders qualifizierte Mimen werden bei der szenischen Aufführung von Schönbergs PIERROT LUNAIRE im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses am 27.10. mitwirken.

    Musik

    Der Workshop MUSIK wird sich ein Leistungskurs Musik am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium unter Leitung von Musiklehrer Thomas Busch in enger Zusammenarbeit mit Thomas Neuhoff mit Schönbergs Musik aus der „Umbruchzeit“ um 1910 befassen (sie gehört derzeit zu den verbindlichen Themen des zentralen Musik-Abiturs). Mögliche Aufgaben im Workshop sind dazu die Komposition eines kurzen Melodrams oder einer Bühnenmusik für den Workshop PANTOMIME, darüber hinaus aktive Mitwirkung bei den Abschlusskonzerten (instrumental oder vokal ) sowie eine Powerpoint-Präsentation zu Schönbergs Schaffen und Programmheft- Beiträge. Dazu kommen Begegnungen und Gespräche mit den professionellen Solisten, die das Konzert im Kammermusiksaal bestreiten.

    Kunst

    Der Workshop KUNST an der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule wird koordiniert von Eva de Voss, die seit dieser Saison ehrenamtlich als Mitarbeiterin von Thomas Neuhoff alle Schülerprojekte betreut. Hauptaufgabe ist der Bau eines Bühnenbildes (u.a. ein bemalter Wandschirm) für die szenischen Aufführungen des PIERROT LUNAIRE . Bei der Uraufführung am 16. Oktober 1912 spielte das kleine Orchester hinter einem derartigen Wandschirm, davor rezitierte – im Pierrotkostüm – die Diseuse (und Auftraggeberin) Albertine Zehme Schönbergs SPRECHGESANG. Unter Anleitung der Kunstlehrerinnen Monika Blachmann und Jutta Schäfer können Jugendliche hier kreativ werden und ein modernes Bühnenbild schaffen, das ihre Träume und Visionen zum Thema hat.

    Literatur

    Im Workshop LITERATUR wird sich ein Literaturkurs der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule mit der “Commedia dell’arte”-Thematik befassen.

    Termine

    PIERROT – LUFT VON ANDEREM PLANETEN wird im April bis Oktober 2012 an mehreren Schulen durchgeführt, die bereits bei bisherigen Schülerprojekten des Philharmonischen Chores teilgenommen haben:

    Sekundarschule Wachtberg, Elisabeth-Selbert-Gesamtschule Bad Godesberg und Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium Bonn.
    Rund 100 Schüler im Alter von 13-18 Jahren werden sich unter Anleitung pädagogischer Fachkräfte mehrere Wochen lang in 4 Workshops (Pantomime, Musik, Kunst, Literatur) mit der Bühnenfigur des PIERROT auseinandersetzen und die Entwicklung und Bedeutung dieser in Nachfolge der COMMEDIA DELL’ARTE entstandenen Bühnenfigur nachvollziehen, die seit dem 19.Jahrhundert in allen Künste Eingang gefunden hat und dabei zum Symbol des einsamen, unerfüllten Künstlers wurde.
    Im Zusammenhang mit diesem Kennenlernen von PIERROT in Theater, Kunstwerken, Musik und Film soll dann die eigene Kreativität angeregt werden: Schüler sollen selber darstellen, musizieren, schreiben, rezitieren, aber auch malen und Bühnenbilder für die beiden Abschlussveranstaltungen bauen:

    Freitag, 26.10.2012

    Schülerprojekt-Präsentation in der Aula der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule Bad Godesberg, Veranstaltung für Schüler der Region. Zu diesem Konzert sind alle interessierten Schulen/Schulklassen herzlich eingeladen!
    PIERROT LUNAIRE wird hier in von Schülern gebauten Bühnenbildern als Ergänzung zu Schülerarbeiten wie Pantomimen, eigenen Schüler-Stücke/Szenen/Melodramen usw. mit professionellen Musikern aufgeführt, in einer Art Gesprächskonzert, das Schülern auch Möglichkeiten zur Interaktion mit hoch qualifizierten Musikern wie den Sängerinnen Ingrid Schmithüsen und Alison Browner sowie den Instrumentalisten des Ensembles Concerto con Anima bietet. Die Gesamtleitung hat Thomas Neuhoff.

    Samstag, 27.10.2012

    „LUFT VON ANDEREM PLANETEN” – PORTRAIT ARNOLD SCHOENBERG auf den Tag genau 100 Jahre nach der Uraufführung. Regisseur Géza Melczer-Lukács gibt dabei Wachtberger Schülerinnen und Schülern, die sich im Pantomime-Workshop besonders qualifiziert haben die Chance, neben der Sängerin Ingrid Schmithüsen und dem Schauspieler Sven Djurovic auf der Bühne des Kammermusiksaales im Beethoven-Haus zu agieren. Das Bühnenbild dazu entsteht bereits im April in einer Projektwoche an der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule durch Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 11 unter Anleitung der beiden Kunstlehrerinnen Monika Blachmann und Jutta Schäfer.

    Pressestimmen

    Philharmonischer Chor Bonn mit interessantem Schülerprojekt zu Arnold Schoenberg

    Pierrot Lunaire 1912 – Aufbruch in die Moderne: Komponistenportrait und Schülerprojekt in Bonn

    Musiker hinterm Vorhang

    Philharmonischer Chor porträtiert Schönberg
    Schülern Musik Arnold Schönbergs, des Urvaters der Moderne, nahe zu bringen, erfordert viel pädagogisches Geschick. Thomas Neuhoff, Leiter des Philharmonische Chores Bonn, besitzt es. Er initiierte nun ein Komponistenporträt Schönbergs sowohl als Schülerprojekt, bei dem drei Bonner Schulen beteiligt waren, wie auch als Konzert im Kammermusiksaal des Beethoven-Hauses.

    Pierrot steht im Mittelpunkt

    Schülerprojekt zu Arnold Schönberg
    In der Aula der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule hat sich gestern ein Skandal wiederholt: Musiker und Sängerin Alison Browner präsentierten das von Arnold Schönberg vertonte Gedicht “Entrückung” in seinem zweiten Streichquartett, als Jugendliche der Sekundarschule Wachtberg mit Transparenten in der Hand ihrem Unwillen gegen die Aufführung Luft machten.

    Schönberg-Konzert im Kammermusiksaal am 27.10. und die GA-Kritik von G. Krawinkel 1.11.

    Lieber Thomas!

     

    Die – belanglose – GA-Kritik zu eurem Schönberg-Porträtkonzert („Musiker spielen hinter dem Vorhang“) verdient m. E. eine Anmerkung, die diesem mutigen Unternehmen eher gerecht wird.

    Mir ist Schönberg emotional noch nie so nah gekommen wie in diesem Konzert. Seine konstruktive Seite kannte ich und auch, dass er Schule gemacht hat. Aber hier erlebte ich durchweg packende Musik, auf höchstem Level dargeboten. Der Pierrot ein überwältigendes Gesamtkunstwerk, Spitzenklasse beide Solistinnen und der Tänzer. Und die Ensembles standen dem nicht nach; Kompliment für deine Chorarbeit: Höchster technischer Anspruch gepaart mit Musizierlust.

    Auch mit dem Schülerprojekt hast du viel bewirkt. Die Zugangswege waren
    effektiv ausgewählt und wurden engagiert umgesetzt.

    Nachdrücklicher kann ein Plädoyer für einen “wichtigen”, aber im Musikbetrieb kaum wahrzunehmenden Komponisten nicht gelingen.


    Dafür meinen Respekt und Dank!

    Peter Henn

    (Alfter, 3. November 2012, Brief an Thomas Neuhoff)