Der Philharmonische Chor der Stadt Bonn e. V.

alte Beethovenhalle
Die ‚alte' Beethovenhalle an der heutigen Berliner Freiheit (Foto vom Beethovenfest 1927. Stadtarchiv und Stadthistorische Bibliothek Bonn)

Der Philharmonische Chor der Stadt Bonn, als „Städtischer Gesangsverein“ 1852 gegründet, kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Als Ensemble semi-professionellen Zuschnitts ist er der Pflege des chorsinfonischen Repertoires seiner Tradition treu geblieben. Auch die Mitwirkung bei den städtischen Chorkonzerten ist wie ehedem seine Hauptaufgabe. Bis 1979 lag die Einstudierung in den Händen des Generalmusikdirektors. Stellvertretend für deren verdienstvolle Arbeit sei Professor  Volker Wangenheim erwähnt.     
Neben den städtischen Konzerten unter der Leitung des derzeitigen Bonner Generalmusikdirektors, Stefan Blunier, sind Aufführungen mit namhaften Gastdirigenten, wie Gerd Albrecht, Gary Bertini, James Conlon, Marek Janowsky, Bernhard Klee und Michael Schoenwand zu den Höhepunkten der musikalischen Arbeit des Chores zu rechnen.
Seit 1983 ist Thomas Neuhoff künstlerischer Leiter. Die kontinuierliche Qualitätsstei- gerung des Chores unter seiner  Führung  ließ den Chor zu einem gefragten Ensemble im In- und Ausland werden. Konzertreisen nach Japan, England,  Schweden, Belgien und zuletzt nach Frankreich (Beethovens „Missa solemnis“) sowie Gastspiele in Hamburg,  Düsseldorf und Köln (Schumanns „Faust-Szenen“) geben davon Zeugnis.
Neben der Pflege des traditionellen Repertoires erarbeitete der Chor unter der Leitung von Thomas Neuhoff in den letzten Jahren selten zu hörende, große Chorwerke des 20. Jahrhunderts (u.a. „The Dream of Gerontius“, „The Apostles“ und „The Kingdom“ von Edward Elgar, Tippetts „A Child of our Time“ und Franz Schmidts „Das Buch mit sieben Siegeln“), sowie Delius` „Eine Messe des Lebens“, aufgeführt zum 150-jährigen Gründungsjubiläum des Chores im Jahr 2002. Große Beachtung seitens Publikum und Presse fand auch die Uraufführung des Auftragswerks der Internationalen Beethovenfeste Bonn, der „Bonner Messe“ von Christophe  Looten im Jahr 2003.
Zu den Höhepunkten der musikalischen Arbeit zählt sicher auch die Aufführung des „War Requiems“ von Benjamin Britten anlässlich des 60. Jahretages des Kriegsendes am 8. Mai 2005 mit internationalen Kräften.
Die Aufführung des Apokalypse-Oratoriums „Das Buch mit sieben Siegeln“ von Franz Schmidt am 7. Juni 2007 in der Kölner Philharmonie wurde von der Presse als „Sternstunde“ bezeichnet.
Highlights der vergangenen Saison waren zweifellos das Jubiläumskonzert „Lobgesang“ von Mendelssohn-Bartholdy unter der Leitung von Thomas Neuhoff, die Doppelaufführung der „Messa da Requiem“ von Giuseppe Verdi unter dem beeindruckenden Dirigat des Altmeisters Nello Santi sowie das Oratorienkonzert „A Child of Our Time“ von Michael Tippett und „In Terra Pax“ von Frank Martin in der Kölner Philharmonie in Zusammenarbeit mit dem Bach-Verein Köln unter Thomas Neuhoff. Mit dieser glanzvollen, bejubelten Aufführung wurde gleichzeitig das umfangreiche Begleitprogramm und Schülerprojekt „Kinder unserer Zeit“ gekrönt.
Die Reihe der viel beachteten Schülerprojekte fand in diesem Jahr ihre Fortsetzung mit der Uraufführung eines Auftragswerks des Chores an den Bonner Komponisten David Graham, „Die Mädchen von Theresienstadt“, einer Oper, die von Jugendlichen für Jugendliche gespielt wird und frei nach dem Buch „Die Mädchen von Zimmer 28“ der Berliner Autorin Hannelore Brenner-Wonschick die Lebenswege einer Gruppe jüdischer Mädchen, die im KZ Theresienstadt interniert waren, dokumentiert.

Lesen Sie mehr in unserer Festschrift zum 150. Geburtstag des Chores

Chronik aller je aufgeführten Werke bis 2004

Konzertchronik (pdf-Datei)
eine Chronologische Liste aller, vom Philharmonischen Chor aufgeführten Werke. Sortiert nach Komponisten (pdf-Datei)

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150 Jahre Philharm. Chor Bonn