"Noah und die Flut". Kinderoper von Benjamin Britten

"Es ist keine schlechte Sache, wenn ein Künstler versucht, allen möglichen Leuten dienlich zu sein. Darum bereitet es mir persönlich Vergnügen, Stücke für besondere Anlässe zu schreiben – Musik für Kinder oder Amateure ... und zu versuchen, in diese beschränkten Gefäße meinen besten Wein zu gießen." (B. Britten, 1952)

Mit diesem Projekt (deutsche Version) wandte sich der Philharmonische Chor Bonn und der Bach-Verein Köln an Kinder und Jugendliche. Sie sollten nicht nur als Zuhörer, sondern als aktive Mitwirkende beteiligt werden.

Die etwa 50-minütige Kirchenoper von Benjamin Britten (1913-1976) ist im Stil eines mittelalterlichen Mysterienspiels geschrieben und als pädagogisches Projekt für musikalische Arbeit mit Kindern konzipiert (Uraufführung 1958). Mit einfachen Mitteln wird hier die biblische Geschichte von der großen Flut für ein breites Publikum erzählt, wobei agierende Kinder im Mittelpunkt stehen.
Kreatives Musizieren mit Kindern war ein Schwerpunkt im Schaffen Brittens, der als der bedeutendste englische Komponist des 20. Jahrhunderts gilt. In "Noah und die Flut" bietet Britten jugendlichen MusikerInnen die Möglichkeit, ihre unterschiedlichen Entwicklungsstufen im instrumentalen Spiel und im Gesang zu einem Ganzen zusammenzufügen und dabei mit Profis zusammenzuarbeiten. Die Rollen des Noah und seiner Frau hat er für erfahrene Opernsänger geschrieben, daneben gibt es zahlreiche Partien für singende Kinder: Noahs Familie wird von Kinderchor-Solisten dargestellt, die zahlreichen Tiere vom großen Kinderchor (mit Tier-Masken). Das Orchester erfordert neben einem professionellen Ensemble mehrere Instrumentengruppen spielender Kinder: Blockflöten, Trompeten und Streicher, dazu ein höchst einfallsreich besetztes Schlagwerk, in dem etwa die Regentropfen durch (mit Holzlöffeln angeschlagene) aufgehängte Tassen und Trinkbecher imitiert werden.

Ziel der Produktion war die musikalische Nachwuchsförderung, das praktische Heranführen an Chorgesang und Theaterspiel! Aber auch nur einfaches Zuhören und Zuschauen kann für Kinder sehr inspirierend sein.

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