Mitsingen!

Februar 2011

„Was soll ich denn da singen?“
„Du musst das nur fühlen – hören und fühlen und dann kommt das schon.“

Tagesziel erreicht! Fatu, eine Schülerin, die am Schulprojekt teilnimmt, erklärt ihrer Mitschülerin in einem einzigen ermutigenden Satz, was Musik bedeutet – Gefühl. Wir, die Musikpädagogen Rabih Lahoud, Dirk Grün und Sabrina Sneikus sind glücklich über die Entwicklung des Projektes.

Nach einer viel versprechenden Projektwoche arbeiteten wir weiter an neuen Musikstücken, entwickelten Beatboxing-Stücke für die Jungs der Klasse und setzten Percussion-Instrumente ein.

Die Mädchen der Klasse studierten das Stück „Vielleicht sind wir anders“, dichteten eigene Texte und nutzten Cajon, Percussion und eine Kalimba, um den verschiedenen Facetten des Stückes mehr Ausdruck zu verleihen. In einem weiteren Stück („Freunde auf ewig“) lernten sie die zwei Gesangs-Modes „Neutral“ und „Curbing“ aus der Complete-Vocal-Technique® einzusetzen und erweiterten ihre Stimme mit jedem Treffen. Schnell war es möglich, kleine Sologruppen zu bilden, so dass jede Sängerin die Chance bekommt über ihre (stimmlichen) Grenzen hinaus zu gehen.

Die Jungs lernten durch das Beatboxen, sicherer in trickreichen Rhythmen, Grooves und Beats zu werden. Paul wird seitdem als Cajon-Spieler gefeiert – er lernt schnell und begeistert damit seine Mitschüler. In ausführlichen Gesprächsrunden wurde deutlich, dass insbesondere die Jungs noch vielseitiger arbeiten wollen. So bringt sich Samuel nun mit der Gitarre in die musikalische Arbeit ein und Nabil probiert für ihn neue Schlagtechniken auf der Djembe aus. Durch diese neuen Elemente wurde es erstmalig möglich, mit allen Schülern frei zu improvisieren, was das Gemeinschaftsgefühl und das Gefühl für die Musik in der Gruppe vertiefte und stärkte.

Neben der Arbeit für die Aufführung am 18. März im Theatersaal des Landesmuseums Bonn, bereiten wir uns auf die Mitwirkung bei der Auftragskomposition „Joseph Lamento“ von Rabih Lahoud in der Kölner Philharmonie vor.

Die Joseph-Geschichte, bekannt in den drei großen Weltreligionen, dient als Basis für das Stück und wurde mit den Schülern intensiv besprochen. Insbesondere die Gefühlswelt von Joseph inspiriert die Jugendlichen, herauszufinden, welche Gefühle über die Musik ausgedrückt werden können. Bei der Arbeit legen wir viel Wert darauf, alle Schüler mit ihren entsprechenden Fähigkeiten einzubinden. Der arabisch sprechende Schüler Faraj unterstützte z.B. beim Einstudieren der arabischen Texte. Angelo und Kamal dirigierten ihre Mitschüler und Paul imitierte die Paukenschläge des Orchesters auf der Djembe.

Alle stellten dabei fest, wie wichtig zuhören, exakte Ansagen und gegenseitige Aufmerksamkeit ist.  Fragt man die Schüler, so sind alle begeistert von der gemeinsamen Arbeit: „Das macht viel Spass. Ich bin schon so aufgeregt auf unsere Auftritte.“

Projektwoche Herbst 2010

Kraft steckt in der Stimme. Kraft entsteht aus Gefühlen. Kraft ist, wenn man cool bleibt.

Betritt man die kleine Aula der Karl-Simrock-Schule in Bonn, findet man genau diese Sätze auf bunten Plakaten an der Rückwand der Bühne. Vor diesen bunten Plakaten präsentieren sich die Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse im Scheinwerferlicht und zeigen welche Kraft in ihren Stimmen steckt. Mutig singen und performen sie in kleinen Gruppen, setzten Hände und Füße für Bodyperkussion ein oder "beatboxen" ins Mikro.

Die Kraft der Stimme durften die knapp 20 Schüler der Klasse 8b in der Projektwoche im Herbst 2010 entdecken. Diese Woche war Teil des Schulmusikprojektes „Auf der Suche nach meinem gelobten Land“, das von dem Sänger und Musikpädagogen Rabih Lahoud geleitet und durch den Philharmonischen Chor Bonn finanziell unterstützt wird.

So lernten die Schülerinnen und Schüler ihre Stimme mit Hilfe der Complete-Vocal-Technique® kennen, erfuhren wie die Stars in der Pop-Musik ihre Stimmen einsetzen und entwickelten gemeinsam die Inhalte der Abschlusspräsentation.

Während dieser Zeit fanden sich neben gemeinsamen Aktionen im Klassenverband einzelne kleine Gruppen zusammen, die selbständig oder mit Unterstützung von Rabih Lahoud eigene Interpretationen und Stücke erarbeiteten. So gründete sich die Girl-Group „Groove Sisters“, bestehend aus 6 Schülerinnen, die innerhalb kürzester Zeit Stücke auswählten, diese einstudierten und mit einer Choreografie krönten.

Eine Gruppe von Schülern interpretierte das Stück „Alors on danse“ auf ihre eigene Weise, in dem sie sich kritisch mit dem Text auseinander setzten und die Bedeutung des Textes in einem Theaterstück Ausdruck verliehen.

Ziel der Projektwoche war es neben der Vermittlung  von Gesangs- und Interpretationstechniken, die Kulturen der einzelnen Schüler kennen zu lernen und einfließen zu lassen. Aus dieser Idee entstand das Highlight und Finale der Abschlusspräsentation. Ein von Rabih Lahoud komponiertes Stück wurde von den Schülerinnen und Schülern gemeinsam in die verschiedenen Sprachen, die in der Klasse vertreten sind, übersetzt. „Bin jetzt hier, will nicht gehen. Kann auf eignen Beinen stehen und singen so wie noch nie. Sag mir, was machst Du?“ wurde in italienisch, englisch, französisch, türkisch und arabisch übersetzt und in der Abschlusspräsentation im Finale von allen Schülerinnen und Schülern gesungen – für alle ein Gänsehautmoment.

Fragt man die Schüler, so war diese Woche „wunderschön“, „richtig cool“ und „hat viel Spass gemacht“. In einer Abschlussrunde mit allen Schülern und Schülerinnen und den Verantwortlichen war die einheitliche Meinung: „Das könnten wir immer machen! Wir freuen uns auf die Fortsetzung!“

Und die wird es geben. Die Herausforderung der Fortsetzung besteht darin mit allen Schülerinnen und Schülern ein gemeinsames Musikstück zu entwickeln, in dem weiter der Frage nach dem eigenen gelobten Land auf den Grund gegangen wird. In dem Zusammenhang werden regelmäßige Projektstunden und eine weitere ganze Musikwoche stattfinden. Über die weitere Arbeit werden wir laufend auf der Homepage berichten.    

 

 

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  • »Ach, ich habe sie verloren«

    Samstag, 30. September 2017, 20:00 Uhr, Großer Konzertsaal im World Conference Center Bonn Hector Berlioz: Liederzyklus »Les Nuits d’Etés«...

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  • Ode an die Freude

    Donnerstag, 9. November 2017, 20:00 Uhr, Großer Saal, Triangel, Kultur-, Konferenz- und Messezentrum Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9 d-Moll op....

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  • Beethoven 9

    Freitag, 10. November 2017, 20:00 Uhr, Salle Philharmonique du Conservatoire royal de Liège Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125 für...

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