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Karl-Simrock-Schule für Berufsorientierung

Gemeinschaftshauptschule der Stadt Bonn

Die Schule bietet Kindern bereits ab dem 5. Schuljahr die Möglichkeit, sich intensiv und individuell mit Berufsbildern und Lebensentwürfen zu beschäftigen. Sie steht Kindern aller Schulempfehlungen offen und nimmt Schüler/innen aus verschiedenen Stadtteilen Bonns und darüber hinaus auf, daher ist das Sozialraumgefüge des Stadtteils mit dem der Schülerschaft nicht vergleichbar. Es ist davon auszugehen, dass der Anteil der Migranten in Endenich weit unter dem in der Schule erfassten Prozentsatz von 69% liegt (Schülerzahl: 311, Stand Okt. 2010). Die Hauptherkunftsländer sind: Türkei, Syrien, Marokko, Irak und Italien. Der Einbindung der Schule in den Stadtteil wird von Seiten der Schulleitung und von Seiten des Endenicher Ortsvereins besondere Bedeutung beigemessen. Diese gegenseitige Wertschätzung drückt sich aus durch das steigende Interesse an Kooperationsprojekten: So wurden unter anderem Vereinbarungen zu Lernpartnerschaften geschlossen, der Förderverein der Stadtteilbücherei Endenich ebenso wie die Bücherei selbst unterstützten inzwischen bereits mehrere Projekte der Schule, und das Theater am Ballsaal möchte im nächsten Schuljahr mit den Schüler/innen der Schule ein gemeinsames Projekt starten.

Bis zum Schuljahr 2004/05 wurde eine Klasse für die "Späten Seiteneinsteiger" (Schüler, die erst mit 14 oder 15 Jahren aus ihrem Heimatland nach Deutschland kamen) geführt. Um jedoch auch die jüngeren SchülerInnen besser in die Regelklassen integrieren zu können, wird an der Karl-Simrock-Schule seit dem Schuljahr 2005/2006 eine Internationale Klasse geführt, unabhängig vom Alter. Nach spätestens zwei Jahren sollen die SchülerInnen in die Regelklassen integriert werden, bzw., wenn sie schon älter sind, in eine Berufsfördermaßnahme eingegliedert werden.

Klasse 8

Von den 25 SchülerInnen der Projekt-Klasse (Klassenlehrerin: Lucia Schneider) kommen sechs aus Deutschland, die anderen 19 aus Äthiopien, Belgien/Portugal, Griechenland, Italien, Marokko, Polen, Russland, Senegal, Somalia, Syrien und Türkei. Die Jugendlichen haben umfangreiche Erfahrungen mit immer neu hinzukommenden Schüler/innen und immer neuen Gruppenzusammensetzungen.

Es ist der Stammgruppe gelungen, die immer wieder neu hinzugekommenen Kinder und Jugendlichen zu integrieren. Dennoch gibt es erkennbar Cliquenbildung, die sich auch (allerdings nicht ausschließlich) entlang kultureller Zugehörigkeit organisiert. Die Institution des regelmäßigen Klassenrats ermöglicht die Reflektion des Wochenverlaufs sowie besonderer Vorkommnisse. In der Regel gelingt es in der Gemeinschaft der Schüler/innen, Lösungen für Differenzen zu finden. Es gibt allerdings auch Schüler/innen, die für sich eine besondere Rolle definiert haben, aus der sie entweder nicht herauskönnen oder –wollen. Im Rahmen von Projekten lassen sich solche festgefahrenen und internalisierten Definitionen besser aufbrechen als in der regulären Unterrichtsstunde.

Die Klasse hat bereits mehrere Projekte erlebt und immer sehr positive Erfahrungen hinsichtlich gruppendynamischer Prozesse sammeln können. Auch was die fachliche Förderung angeht, konnten die Kinder in den Projektsituationen sehr viel nachhaltiger an den Themenbereichen arbeiten. Die Schüler/innen stehen daher projektartig konzipierten und organisierten Arbeitsprozessen offen gegenüber und empfinden diese offenere Art des Arbeitens als sehr bereichernd.

Über die gruppendynamischen Prozesse hinaus ist die Zusammenarbeit mit dem Philharmonischen Chor bzw. Rabih Lahoud besonders wertvoll für diese besondere Lerngruppe: Seit der 5. Klasse konnte keine musikalische Förderung mehr stattfinden. Die Erfahrung des eigenen Körpers als Klangkörper und die inhaltliche Relevanz des Themas „Mein gelobtes Land“ in einer sehr sensiblen Phase ihrer Entwicklung dürfte die Schüler/innen in besonderer Weise ansprechen und zu einer nachhaltigen Affinität zur Musik führen. Insbesondere schulmüde Jugendliche lassen sich erfahrungsgemäß durch diese Art der Unterrichtsgestaltung motivieren, engagiert, zuverlässig und verbindlich zum Unterricht zu kommen und die aus ihrer Anwesenheit in der Gruppe resultierenden Konsequenzen zu ertragen.

 

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Programmhinweise

  • »Ach, ich habe sie verloren«

    Samstag, 30. September 2017, 20:00 Uhr, Großer Konzertsaal im World Conference Center Bonn Hector Berlioz: Liederzyklus »Les Nuits d’Etés«...

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  • Ode an die Freude

    Donnerstag, 9. November 2017, 20:00 Uhr, Großer Saal, Triangel, Kultur-, Konferenz- und Messezentrum Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9 d-Moll op....

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  • Beethoven 9

    Freitag, 10. November 2017, 20:00 Uhr, Salle Philharmonique du Conservatoire royal de Liège Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125 für...

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