Mitsingen!

„Das Projekt war für mich eine unvergessliche Erfahrung. Dass dies eine einmalige Möglichkeit war, an einer Uraufführung teilzunehmen, die das Ziel hat, gegen das Vergessen zu kämpfen, war uns schon vor dem Projekt klar. Während der Proben bewegten mich besonders die Musik der Oper und die Geschichte. Ich lernte über das Leben im Ghetto, über wahre Freundschaften, über Angst und Tod. Kein Geschichtsunterricht kann auch nur annähernd so viel vermitteln, wie selbst die Betroffenen zu spielen, zu versuchen, Geschichte auf der Bühne zu verkörpern. Anders als in den bisherigen Projekten, sangen wir erstmals zeitgenössische Musik, von Probe zu Probe prägten sich die Melodien, Rhythmen und Sprechgesänge immer mehr ein. Ich finde, dass die Musik die jeweiligen Charaktere und Gefühle sehr treffend wiedergibt. Ich bin froh und dankbar, Teilnehmerin dieses Projekts gewesen zu sein.“
Sofia von Freydorf (14 Jahre, in der Oper: Eva)


„Also ich fand es super, dass ich die Möglichkeit hatte, bei so einem schönen Projekt mitzumachen. Ich fands es auch wirklich gut, wie wir das Thema behandelt haben. Durch dieses Projekt habe ich viel mehr über Theresienstadt gelernt. Unsere Gemeinschaft hat dazu beigetragen, dass es viel Spaß gemacht hat. Ich kann nur sagen: Dieses Projekt war ein Erlebnis, welches ich bestimmt nie vergessen werde!“
Fabiana Chavet (15 Jahre, in der Oper: Judith)

„Die Jugendoper hat uns besonders gut gefallen, weil die Rollen so gut auf uns zugeschnitten waren. Das Projekt hat uns als Gruppe noch mehr zusammengeschweißt. Außerdem konnten wir uns viel intensiver mit dem Thema NS-Zeit beschäftigen, als es im Geschichtsunterricht in der Schule möglich ist. Das Beste war aber natürlich die schöne Musik!“
Benno und Viola Meny (12 und 15 Jahre, in der Oper: Jarda und Muska)

„Ich fand es sehr gut und wichtig, dass wir uns mit dem Thema beschäftigt haben. Dadurch, dass wir die Rollen der Mädchen von Zimmer 28 gespielt haben, geschah dies auch in einer noch ganz anderen Dimension als bei Erzählungen von Zeitzeugen oder wenn man etwas darüber liest. Wir konnten dem Furchtbaren, was den Mädchen von Theresienstadt geschehen ist - und so vielen anderen Holocaust-Opfern auch - ein Gesicht geben, dazu beitragen, dass das alles nicht in Vergessenheit gerät und viele Zuschauer "berühren".  Wir konnten uns sehr mit den Mädchen identifizieren, und ich kann, wenn ich jetzt das "Tagebuch der Anne Frank" lese oder noch einmal in dem Buch "Die Mädchen von Zimmer 28", alles viel besser nachempfinden. Was ich auch positiv fand, war die Mitwirkung der verschiedenen Schulklassen. Einige dieser Schüler sind bestimmt dadurch viel intensiver mit dem Thema in Berührung gekommen als das ohne das Projekt geschehen wäre. Außerdem haben wir musikalisch und darstellerisch sehr viel gelernt und hatten sehr viel Spaß bei allem, auch wenn das Thema so ernst war. Wir alle sind schon fast so etwas wie eine Familie geworden! Es ist so, wie es auch in dem Maagal-Lied heißt: Einander vertrauen, immer hilfsbereit und rücksichtsvoll gegenüber den anderen sein. Insgesamt betrachtet war die Idee, dieses Projekt entstehen zu lassen, sehr gut und hat uns in vielerlei Hinsicht, u.a. in der Chorgemeinschaft, weitergebracht. Ich denke, alle würden sich jederzeit gerne wieder an einem solchen Projekt beteiligen.“
Alicia Stengel (12 Jahre, in der Oper: Pavla)

„Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, in der Jugendoper "Die Mädchen von Theresienstadt" mitzumachen. Ich hatte die Rolle des "Jenda" und musste in der Brundbár-Casting-Szene ganz hohe Töne singen. Mit meinem Waldhorn durfte ich im Gefangenenorchester mitspielen und außerdem war ich mit drei anderen Jungen für die Lichttechnik zuständig. Das war cool - ich habe viel gelernt. In den Bonner Aufführungen war ich für das Feuerwerk am Ende des Stückes verantwortlich.
Ich hoffe, dass wir die Oper später noch mal aufführen dürfen.“
David Faßbender (13 Jahre, in der Oper: Jenda)

„Ich fand es wunderschön, in der Oper "Die Mädchen von Theresienstadt" mitzumachen. Ich war die Maria und habe im Casting von Brundibár die Rolle der Katze bekommen. Schön fand ich auch, dass wir vieles selber mitgestalten durften. Ich habe z.B. die Geschenke für Szene 7 gebastelt. Besonders schön waren natürlich die vielen Proben. Ich habe mich immer auf die nächste Probe gefreut. Wir haben in unseren "Theresienstadt-Poesiealben" alle Proben und Aufführungen festgehalten z.B.: ‚Heute spielen wir vor dem Phil-Chor, HILFEEE!’, oder ‚Voll das Chaos hier! (Muska)’, ‚Auch heute viel Glück! (Ela)’.
Die Oper war besser als jeder Geschichtsunterricht, weil wir uns in die Personen hineingefühlt haben. Denn alle Personen, die wir auf der Bühne verkörpert haben, gab es wirklich und sie waren auch in Theresienstadt. Deshalb habe ich oft darüber nachgedacht, wie es Maria so ergangen ist. (Sie hat Theresienstadt nicht überlebt.) Natürlich haben wir (besonders während den Proben) nie Hunger gelitten und Angst um unser Leben hatten wir auch nicht! Aber trotzdem konnten wir uns in die Mädchen und Jungen hineinfühlen und nachvollziehen, was sie so gedacht haben. Das Projekt werde ich auf jeden Fall nicht vergessen. (Wir nennen uns jetzt fast immer mit unseren Theaternamen). Wegen den vielen glücklichen Momenten fühlen wir uns im Lukassaal schon fast wie zu Hause.“
Ruth Faßbender (15 Jahre, in der Oper; Maria)

„Es ist anstrengend, der Bösewicht zu sein, aber erschreckenderweise nicht schwierig. Durch das Projekt habe ich auch etwas über mich gelernt.“
Oliver Müllenbach (29 Jahre, in der Oper: SS-Unterscharführer)

 

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  • »Ach, ich habe sie verloren«

    Samstag, 30. September 2017, 20:00 Uhr, Großer Konzertsaal im World Conference Center Bonn Hector Berlioz: Liederzyklus »Les Nuits d’Etés«...

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  • Ode an die Freude

    Donnerstag, 9. November 2017, 20:00 Uhr, Großer Saal, Triangel, Kultur-, Konferenz- und Messezentrum Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9 d-Moll op....

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  • Beethoven 9

    Freitag, 10. November 2017, 20:00 Uhr, Salle Philharmonique du Conservatoire royal de Liège Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125 für...

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