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Philharmonischer Chor Bonn - Foto: Susanne Fern

Der Philharmonische Chor der Stadt Bonn wurde bereits 1852 als „Städtischer Gesangsverein“ gegründet und kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Als leistungsstarkes Ensemble, das sich durch einen kultivierten Klangkörper auszeichnet, ist er der Pflege des chorsinfonischen Repertoires seiner Tradition bis heute treu geblieben. Die Mitwirkung bei den städtischen Chorkonzerten unter der Leitung des Bonner Generalmusikdirektors sieht der Chor als seine Hauptaufgabe an. Darüber hinaus wirkt er häufig beim
Internationalen Beethovenfest mit und gestaltet – in wechselnden Besetzungen – auch eigene kammermusikalische Konzertreihen. Großer Beliebtheit erfreuen sich die im Sommer stattfindenden Benefizkonzerte und musikalischen Führungen auf dem Alten Friedhof in Bonn.

Ein besonderes Anliegen ist es dem Philharmonischen Chor darüber hinaus, Kinder und Jugendliche durch abwechslungsreiche Schülerprojekte an die Musik des klassischen Repertoires heranzuführen. Im letzten Projekt „Genesis - Die Schöpfung bewahren“ galt es für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler sich in Bezug zur Schöpfung von Joseph Haydn dem Thema durch kreative Umsetzungen in Musik-, Theater- und Tanz-AGs und in eigenen Texten von verschiedenen Fachgebieten aus zu nähern.

Als musikalischer Botschafter der Beethovenstadt Bonn wird der Philharmonische Chor gerne zu Gastkonzerten im In- und Ausland eingeladen. Gastspiele in Köln, Dortmund und Düsseldorf sowie Konzertreisen nach Japan, England, Frankreich, Belgien und in die Schweiz geben davon Zeugnis. Beim internationalen Lucerne Festival 2013 gab der Philharmonische Chor sein Debüt an der Seite des Philharmonia Orchestra London mit Roméo et Juliette von Hector Berlioz unter der Leitung von Esa-Pekka Salonen. Bei seinen zahlreichen Auftritten hat der Philharmonische Chor mit weiteren namhaften Dirigenten wie Christoph von Dohnányi, Markus Stenz, Christoph Prick und Christian Arming sowie Spitzenorchestern wie dem Philharmonia Orchestra London, dem Gürzenich-Orchester oder dem Orchestre Philharmonique Royal de Liège zusammengearbeitet.

Zu den Höhepunkten der musikalischen Arbeit in der jüngeren Vergangenheit zählen die Aufführungen von Giuseppe Verdis Messa da Requiem im Rahmen eines internationalen Gemeinschaftsprojektes mit der Brussels Choral Society und dem Beethoven Orchester Bonn unter der Leitung von Generalmusikdirektor Dirk Kaftan. Als weitere Glanzpunkte sind die Aufführungen von Benjamin Brittens War Requiem im WCCB unter der Leitung von Christoph Prick, Gustav Mahlers Sinfonie der Tausend in der Tonhalle mit den Düsseldorfer Symphonikern unter der Leitung von Ádám Fischer sowie die deutsche Erstaufführung von Krzysztof Pendereckis Kadisz in der Bonner Oper mit dem Beethoven Orchester Bonn unter der Leitung von Jurek Dybał zu nennen.

Seit 2016 ist Paul Krämer der künstlerische Leiter des Philharmonischen Chores Bonn. Er studierte Dirigieren bei Prof. Marcus Creed und Prof. Peter Dijkstra an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und schloss sein Studium mit Bestnote ab. Weitere Impulse erhielt er auf internationalen Musikakademien sowie in der Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Hartmut Haenchen, Christoph Prick und Timothy Brown. Neben dem „PhilChor“ leitet Paul Krämer auch die Kartäuserkantorei in Köln, coacht die Akademisten des WDR
Rundfunkchores und übernimmt Gastdirigate bei verschiedenen Ensembles.

Text: Frauke Dungs; Foto: Susanne Fern

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